Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-II(A)0036                                                                   Ausgegeben am 28.11.2012

                                                                                                          Eing. Dat. 08.11.2012

 

 

 

Konzept zur Aufstellung von Geschichtsstelen

hier: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.08.2010, DS I (A) 620
dazu: Magistratsvorlage Nr. 399/12 (Dez. I, Amt 60) vom 07.11.2012


Die Stadtverordnetenversammlung hat folgenden Beschluss gefasst:


Der Magistrat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Straßenbenennung ein Konzept zu entwickeln und der Stadtverordneten-versammlung zur Beschlussfassung vorzulegen, wie im Offenbacher Stadtgebiet z.B. in Form von „Geschichtsstelen“ an Personen und Gruppen erinnert werden kann, die in der Geschichte der Stadt Offenbach eine wesentliche Rolle gespielt haben. Bei der Gestaltung der Stelen sollte die HfG oder weitere Offenbacher Künstler beteiligt werden, zur Finanzierung sind geeignete Sponsoren anzuwerben.

 

Hierzu berichtet der Magistrat wie folgt:

 

Die im Folgenden beschriebene Konzeption wurde in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der AG Straßenbenennung entwickelt. Es waren folgende Personen beteiligt: Frau Steiner (SPD), Herr Walter (CDU), Frau Gerharz (Grüne), Herr Engels (Piraten), Frau Münster-Voswinkel (Amt 60).

 

Die Geschichtsstelen dienen zur Information über interessante Offenbacher Persönlichkeiten und haben eine Identifikationsfunktion für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Das Konzept muss Flexibilität bieten, so dass es bei Bedarf immer wieder mit neuen Persönlichkeiten ergänzt werden kann. Die Gestaltung muss wiedererkennbar sein.

 

1.            Modellwahl Kulturleitsystem

Für die Realisierung von Geschichtsstelen wird auf das Kulturleitsystem zurückgegriffen. Format und Material sind im „Leitsystem Manual“ genau beschrieben (siehe Anlage). Für die Thematik muss ein geeignetes Layout entwickelt werden.

 

2.            Kosten

Die Verwendung des Kulturleitsystems bietet darüber hinaus den Vorteil, dass auf einen aufwändigen Wettbewerb verzichtet werden kann. Durch die erprobte Konstruktion sind die Kosten relativ klar. Sie belaufen sich pro Schild auf etwa 3.000,00 € incl. aller Grafik- und Erstellungskosten. Ein weiteres Argument für die Verwendung des Kulturleitsystems besteht in der erprobten Vandalismusbe-ständigkeit und Unterhaltungsfreundlichkeit.

 

3.            Finanzierung

Zur Finanzierung der Geschichtsstelen sollen lt. Stadtverordnetenbeschluss Sponsorenmittel herangezogen werden. Der Magistrat empfiehlt, dass das Einwerben entsprechender Sponsorenmittel in Form einer öffentlichen Annonce erfolgt und über die Verwendung der Sponsorenmittel abschließend eine Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung herbeigeführt wird. Die Einzelheiten der Abwicklung (Fragen bezüglich der Zuständigkeit und konkreten Abwicklung des Anwerbeprozesses) sind durch die Stadtverordnetenversammlung durch entsprechende Beschlussfassung zu definieren, um dem Erfordernis der Korruptionsvermeidung gerecht zu werden.

 

4.            Standorte

Die Geschichtsstelen werden an den Wirkungsstätten der Persönlichkeiten aufgestellt. Um größeren Abstimmungsaufwand mit den heutigen Hauseigentümern zu vermeiden, sollen sie im Regelfall im öffentlichen Raum vor den Häusern installiert werden.

 

5.            Historische Recherche

Die historische Recherchearbeit wird von Personen aus der Arbeitsgruppe  Straßenbenennung vorgenommen. Das daraus entwickelte Textmaterial muss redaktionell aufgearbeitet und mit einem stimmigen Layout versehen werden.

 

Die existierende Vorschlagsliste zur Straßenbenennung wird unter folgenden Gesichtspunkten priorisiert:

 

a) Die Person soll einen Bezug zu Offenbach aufweisen.

b) Die Person soll sich in besonderem Maße für die Stadt eingesetzt haben.

    Mit dieser Leistung sollen sich die Bürger identifizieren können.

c) Die Wirkungsstätte der Person in Offenbach muss eindeutig lokalisierbar sein.

 

6.            Unterhaltung

Für die Pflege der Stelen sollen Paten gefunden werden. Dieses könnten zum Beispiel Angehörige der benannten Personen oder Schüler von angrenzenden Schulen sein, die sich mit der Person und dem geschichtlichen Hintergrund beschäftigen.

 

7.            Umsetzung

Die Federführung für die Aufstellung von Geschichtsstelen liegt beim Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Bei der redaktionellen Bearbeitung der Texte sowie der grafischen Darstellung soll - entsprechend der Verfahrensweise beim Kulturleitsystem das Amt für Öffentlichkeitsarbeit zur Unterstützung eingebunden werden. In einem ersten Umsetzungsschritt werden 6 Geschichtsstelen in einer Marge realisiert. Die Realisierung ist für das Jahr 2013 vorgesehen.

Anlage:

Beispiel Info Schild Offenbacher Kulturleitsystem