Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-I(A)0049                                                         Ausgegeben am 01.08.2011

                                                                                               Eing. Dat. 26.07.2011

 

 

 

 

 

 

 

Masterplan für Offenbach

Antrag der FDP-Fraktion vom 08.06.2011

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt, einen Prozess der integrierten Stadtentwicklungspolitik zu initiieren, an dessen Ende ein „Masterplan Offenbach 2030“ für die Gesamtstadt Offenbach stehen soll. An diesem Prozess sind Politik, Wirtschaft und Bürger zu beteiligen. Dabei wird – auch zur Finanzierung und Organisation des Verfahrens – eine Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer angestrebt.

 

 

Begründung:

 

Bisherige Erfahrungen

 

In den letzten Jahren folgt die Stadtentwicklungspolitik einer klaren Strategie der Stärkung der Gesamtstadt aus der Innenstadt heraus.

 

Dabei wurden im Rahmen des Konzepts „aktive Kernbereiche“ gute Erfahrungen mit der Beteiligung von Bürgern und gesellschaftlichen Gruppen gemacht. Offenbach kann also neben bestehenden Planungen der Verwaltung auf Erkenntnisse des Projekts „Aktive Kernbereiche“ sowie auf vielfältige dezentrale Initiativen von der Agendagruppe bis zu ProOF aufbauen.

 

Ziele einer integrierten Stadtentwicklungspolitik

 

Eine integrierte Stadtentwicklungspolitik bezieht gleichzeitig unterschiedliche Interessen ein und wägt sie ab. Durch die Bündelung von Wissen wird die Wirksamkeit der öffentlichen Mittel vergrößert. Private Investitionen werden besser aufeinander abgestimmt. Dabei sollen eine Stärken-/Schwächenanalyse, konsistente Entwicklungsziele und aufeinander abgestimmte Pläne erarbeitet werden.

Der Prozess soll klare Perspektiven, verbindliche Ziele und notwendige Schritte zur Verwirklichung dieser Ziele in Form eines konkreten und umsetzbaren Maßnahmenplans hervorbringen – etwa nach dem Muster des „Masterplans“ der Stadt Duisburg.

 

Dabei ist es für die antragstellende Fraktion unabdingbar:

 

·        auf die Kompetenz von Bürgern, Organisationen (Umweltverbände, Wirtschaftsverbände), Unternehmen (Architekten, Kreative, Tourismusbranche) zurückzugreifen, diese zu beteiligen und zu aktivieren,

·        mit diesen gemeinsam, eine langfristige Stadtentwicklungsstrategie und neue Ideen zu entwickeln,

·        mit dem Prozess überregional Öffentlichkeit und Sichtbarkeit für die Planungen und Projekte der Stadt zu schaffen und

·        damit nicht nur Akzeptanz, sondern stärkere Identifikation der Beteiligten mit der Stadt und ihren Zielen zu schaffen.

Inhalte:

 

Die antragstellende Fraktion wünscht einen Masterplan, der dem Prinzip einer nachhaltigen Stadtentwicklung (z.B. Energieeffizienz / erneuerbare Energien, Berücksichtigung Stadtklima) folgt. Zu berücksichtigen sind:

 

·        Herstellung und Sicherung öffentlicher Räume

·        Modernisierung der Infrastruktursysteme und der Energieeffizienz

·        Besondere Aufmerksamkeit auf benachteiligte Stadtquartiere, gewerbliche Flächen, Einzelhandel

·        Berücksichtigung sozialer Komponenten (Barrierefreiheit, altengerechte Gestaltung)

·        Fördermöglichkeiten (etwa Europäischer Strukturfonds, Jessica, Jeremie)

Finanzierung:

 

Zur Finanzierung weist die antragstellende Fraktion auf den Masterplan der Stadt Köln hin. Dort wurde dieser Prozess von der dortigen IHK mitgestaltet und mitfinanziert.