Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2021 - 2026

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2021-26/DS-I(A)0059                                                         Ausgegeben am 01.07.2021

                                                                                               Eing. Dat. 30.06.2021

 

 

 

 

 

„Low-cost-Abluftanlagen“ für die Offenbacher Schulen, unbürokratisch und schnell

Antrag Ofa vom 30.06.2021

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Stadt beschafft zügig kostengünstige Abluftanlagen für ihre Schulen. Hierfür beauftragt sie geeignete Firmen, die Bauteile hierfür zu besorgen und nach den Konstruktionsplänen des Max-Planck-Instituts für Chemie zu bauen:

 

https://www.mpg.de/16017324/dokumentation-lueftung-mpic.pdf.

 

Schulen sollen die Möglichkeit bekommen, Lehrer:innen, Eltern und Schüler:innen beim Einbau mithelfen zu lassen.

 

Die Stadt soll sich hierfür um zusätzliche Finanzierung durch das Land Hessen und den Bund bemühen, für die es Angebote gibt.

 

 

Begründung:

 

Die Kultusminister empfehlen einen „uneingeschränkten Regelbetrieb“ für die Zeit nach den Sommerferien. Für unsere Kinder ist das wichtig, denn sonst droht ihnen ein zweiter Winter voller Lernlücken. Andererseits steht uns die vierte Welle mit der Delta-Variante bevor, in der vor allem Kinder infiziert werden, weil sie noch nicht geimpft sind. Diese verbreiten das Virus dann an ungeimpfte Erwachsene und zu einem kleineren Teil werden sie auch selbst schwer krank.

 

Die Gesellschaft für Aerosolforschung hat nachgewiesen, dass ein geeigneter Luftaustausch das Infektionsrisiko erheblich senkt.

 

Das Max-Planck-Institut für Chemie hat schon im letzten Herbst eine Anleitung veröffentlicht, nach der sich mit Materialien aus dem Baumarkt für etwa 200 Euro eine Lüftungsanlage bauen lässt.  Diese ist im Gegensatz zu Anlagen, die kommerziell angeboten werden, im Preis viel günstiger, aber trotzdem sehr effizient, wie Messungen beweisen. Die günstigen Anlagen haben aber den Nachteil, dass sie nicht amtlich zertifiziert sind. Diesen Nachteil sollte man in Kauf nehmen, denn er schadet den Kindern nicht.

 

Als zusätzliche pädagogische Maßnahme könnten Lehrer:innen mit Klassen projektmäßig beteiligt werden, wenn dieses in das Unterichtskonzept passt, z.B. in den Physikunterricht. Auch motivierte Eltern könnten eingeladen werden zu helfen.

 

Der Zeitpunkt ist jetzt günstig, weil die Arbeiten in den Sommerferien durchgeführt werden können und mit Beginn des neuen Schuljahrs abgeschlossen sein könnten.

 

Siehe hierzu:

 

 

Hinweis: Der Antrag wird den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.